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Praxistipp:
Bryonia bei grippalen Infekten 2020, 6.KW
  

Von Ulrich Welte

Nachdem der „Winter“ ereignislos verlief, was grippale Infekte anbetrifft, haben sich seit ca. 2 Wochen und vor allem seit dieser 6. Kalenderwoche doch erstmals vermehrt grippale Infektpatienten in der Praxis gezeigt, für die Phosphor angezeigt schien, was aber nicht wirkte. Diverse andere Mittel hatten auch keine überzeugenden Wirkungen gebracht, bis in den letzten Tagen mit Bryonia klare, schnelle und überzeugende Hilfe bei ca. 6 - 8 Patienten zu sehen war. Mit Vorbehalt geben wir diese Information heraus, weil die Zahl der Fälle noch gering ist, aber andererseits ist doch das Mittel gegenüber anderen so deutlich besser, dass wir kurzfristig berichten.

Ein eindeutiges Kriterium für das Mittel ist ein schleichender Beginn, dann doch immer kränker werdend, und dann die Rückfallneigung auf eine scheinbare Besserung, mit erneut hohem Fieber und heftigem Husten (also ganz anders als die schlagartig einsetzenden Belladonna- oder Aconit-Infekte; Bryonia hat einen eher „typhoiden“, langsameren und oft zwei- oder mehrgipfligen Verlauf). Die typische Bryonia-Verfassung zeigt sich ebenfalls: ein brummiges, abweisendes Verhalten, das sich am liebsten abwendet, sich wegdreht und keine Kommunikation wünscht, lieber seine Ruhe hat und die anderen anschweigt oder mit Missachtung straft. Also nicht gerade sein freundlichstes Gesicht zeigt, obwohl die Patienten sonst durchaus kommunikativ und arbeitsfreudig sind.

Fallbeispiel

Eine Patientin, sehr familienorientiert und arbeitsam, ist seit 2 Wochen kränklich und liegt seit 1 Woche ganz im Bett mit knapp 40 Grad Fieber, Husten und dickem Lippenherpes, entzündetem Zahnfleisch und verschwollenem Gesicht, und im Gegensatz zu ihrem sonst freundlichen Naturell abweisend, sie will nur in Ruhe gelassen werden und wendet sich ab, wenn jemand ins Zimmer kommt. Kurzfristig schien eine Besserung einzutreten, die sofort rückfällig wurde, als sie zuhause etwas arbeiten wollte. Der Zustand war nach 2 Wochen nur noch schlimmer als zuvor, und es setzte eine gewisse Resignation ein. Bisher gegebene Mittel waren unwirksam (Phosphor, Ranunculus bulbosus, Muriaticum acidum und Borax, welches von ihr versehentlich statt dem empfohlenen Bryonia genommen wurde). Auf Bryonia 1000 am Abend gut geschlafen, morgens frisch erwacht, Gesicht abgeschwollen, Husten so gut wie weg, nur noch ganz leicht verschnieft aber kein Fieber mehr, und vor allem wie verwandelt: das alte Lachen und der frühere Frohsinn sind wieder da, und auf geht‘s an die Arbeit. Der Gesamteindruck ist verblüffend schnell gebessert, weil dieser Wechsel innerhalb einer Nacht kam und sie wieder ganz sie selbst ist.

Die anderen Patienten hatten Bryonia D12 genommen, 3-4 x täglich, ebenfalls mit rascher Wirkung innerhalb einer Nacht, teils auch seit 2 Wochen krank und keine Anzeichen für Besserung.

Polaritätsanalyse nach Bönninghausen/Frei: die Kontraindikation von Bry (grau unterlegt) führte zur Gabe von Phos, doch hier dürfte sie in die Irre geführt haben: Die Patientin hat normalerweise ein sehr starkes Verlangen nach frischer Luft, sie wurde aber nicht gefragt, ob das auch im Akutfall zutrifft und hat vermutlich ihre sonst stark ausgeprägte Modalität genannt.

Link zu früheren Beiträgen über Grippe

Praxistipp:
Bryonia bei grippalen Infekten 2020, 6.KW
  

Von Ulrich Welte

Nachdem der „Winter“ ereignislos verlief, was grippale Infekte anbetrifft, haben sich seit ca. 2 Wochen und vor allem seit dieser 6. Kalenderwoche doch erstmals vermehrt grippale Infektpatienten in der Praxis gezeigt, für die Phosphor angezeigt schien, was aber nicht wirkte. Diverse andere Mittel hatten auch keine überzeugenden Wirkungen gebracht, bis in den letzten Tagen mit Bryonia klare, schnelle und überzeugende Hilfe bei ca. 6 - 8 Patienten zu sehen war. Mit Vorbehalt geben wir diese Information heraus, weil die Zahl der Fälle noch gering ist, aber andererseits ist doch das Mittel gegenüber anderen so deutlich besser, dass wir kurzfristig berichten.

Ein eindeutiges Kriterium für das Mittel ist ein schleichender Beginn, dann doch immer kränker werdend, und dann die Rückfallneigung auf eine scheinbare Besserung, mit erneut hohem Fieber und heftigem Husten (also ganz anders als die schlagartig einsetzenden Belladonna- oder Aconit-Infekte; Bryonia hat einen eher „typhoiden“, langsameren und oft zwei- oder mehrgipfligen Verlauf). Die typische Bryonia-Verfassung zeigt sich ebenfalls: ein brummiges, abweisendes Verhalten, das sich am liebsten abwendet, sich wegdreht und keine Kommunikation wünscht, lieber seine Ruhe hat und die anderen anschweigt oder mit Missachtung straft. Also nicht gerade sein freundlichstes Gesicht zeigt, obwohl die Patienten sonst durchaus kommunikativ und arbeitsfreudig sind.

Fallbeispiel

Eine Patientin, sehr familienorientiert und arbeitsam, ist seit 2 Wochen kränklich und liegt seit 1 Woche ganz im Bett mit knapp 40 Grad Fieber, Husten und dickem Lippenherpes, entzündetem Zahnfleisch und verschwollenem Gesicht, und im Gegensatz zu ihrem sonst freundlichen Naturell abweisend, sie will nur in Ruhe gelassen werden und wendet sich ab, wenn jemand ins Zimmer kommt. Kurzfristig schien eine Besserung einzutreten, die sofort rückfällig wurde, als sie zuhause etwas arbeiten wollte. Der Zustand war nach 2 Wochen nur noch schlimmer als zuvor, und es setzte eine gewisse Resignation ein. Bisher gegebene Mittel waren unwirksam (Phosphor, Ranunculus bulbosus, Muriaticum acidum und Borax, welches von ihr versehentlich statt dem empfohlenen Bryonia genommen wurde). Auf Bryonia 1000 am Abend gut geschlafen, morgens frisch erwacht, Gesicht abgeschwollen, Husten so gut wie weg, nur noch ganz leicht verschnieft aber kein Fieber mehr, und vor allem wie verwandelt: das alte Lachen und der frühere Frohsinn sind wieder da, und auf geht‘s an die Arbeit. Der Gesamteindruck ist verblüffend schnell gebessert, weil dieser Wechsel innerhalb einer Nacht kam und sie wieder ganz sie selbst ist.

Die anderen Patienten hatten Bryonia D12 genommen, 3-4 x täglich, ebenfalls mit rascher Wirkung innerhalb einer Nacht, teils auch seit 2 Wochen krank und keine Anzeichen für Besserung.

Polaritätsanalyse nach Bönninghausen/Frei: die Kontraindikation von Bry (grau unterlegt) führte zur Gabe von Phos, doch hier dürfte sie in die Irre geführt haben: Die Patientin hat normalerweise ein sehr starkes Verlangen nach frischer Luft, sie wurde aber nicht gefragt, ob das auch im Akutfall zutrifft und hat vermutlich ihre sonst stark ausgeprägte Modalität genannt.

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