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Homöopathie bei Grippe 2015 - 2018 
Homöopathie bei der aktuellen Grippewelle

Aktuell: Epidemischer fieberhafter Infekt mit starkem Frieren, Erbrechen und Durchfall: Calcium carbonicum als epidemisches Mittel?

von Ulrich Welte


In den letzten Wochen um die Jahreswende gab es nur sporadische Atemwegsinfekte, meist mit Heiserkeit und trockenem Husten, doch es fand sich kein Mittel, was epidemischen Charakter gehabt hätte.

Erst seit der 3. Januarwoche waren einige einheitliche Infektbilder in der Praxis zu sehen, die auch auf ein einziges Mittel anzusprechen scheinen: Calcium carbonicum. Es handelt sich um klinische Bilder mit ungewöhnlichem Kältegefühl („ich habe noch nie so gefroren in meinem Leben“), Fieber um die 39 Grad, starkes Krankheitsgefühl, Kälte wechselnd mit Hitze und Schweißausbrüchen mit Magen-Darm Symptomen, Erbrechen und Durchfall. Respiratorische Symptome (Heiserkeit, Halsweh) können ebenfalls vorhanden sein.

Der erste Hinweis auf das Mittel kam Ende letzter Woche, vor 6 Tagen. Markus Kuntosch behandelte in unserer Kanderner Praxis einen Akutpatienten mit Calcium carbonicum. Das Mittel wirkte so überzeugend schnell, rasch und rundum, dass wir das Mittel seit Beginn der Woche bei allen Patienten mit ähnlichen Symptomen gaben, alle vier mit dem gleichen klaren und schnellen Ergebnis. Daher geben wir diese frühe Information jetzt schon heraus, allerdings noch mit Vorbehalt wegen der frühen Beobachtungsphase. 

Der erste hinweisende Fall:

Ein 25-jähriger Patient ist seit 4 Tagen krank mit Schüttelfrost, Nachtschweiß, Fieber um 39,5 Grad, Heiserkeit, Glieder- und  Halsschmerzen. Er will am liebsten nur liegen und seine Ruhe haben. Jegliche körperliche Anstrengung verschlechtert seinen Zustand. Selbst Zeitunglesen strenge ihn zu sehr an. Er sei einfach nur platt. Eine Polaritätsanalyse (Bönninghausen-Methode nach Heiner Frei) der nachfolgenden Symptome ergibt Calcium carbonicum an erster Stelle mit sehr deutlich führender Polaritätsdifferenz von 20 Punkten. Calcium carbonicum C 200 aufgelöst in Wasser und verkleppert alle 2 Stunden ein Teelöffel bringt schnelle Besserung. Schon am nächsten Vormittag ist er fieberfrei, die Nase sezerniert viel klares Sekret, die Glieder- und Halsschmerzen lassen deutlich nach und er fühlt sich fitter.

Weitere bestätigende Fälle:

Ein kräftiger, etwas übergewichtiger Mann Ende 50 friert seit einigen Tagen ganz massiv, er hat selten so gefroren. Die Kälte wechselt ab mit Hitze und Schweißausbrüchen. Die Nase läuft, er hat Husten und nicht-eitrigen Auswurf. Seit gestern hat er Bauchschmerzen und auch 2x Durchfall gehabt. In der Rubrik „Fieber abwechselnd mit Kältegefühl“ ist Calcium carbonicum 3-wertig vertreten. Wegen des erstgenannten Falles und seiner konstitutionellen Ähnlichkeit mit Calc (kräftiger, schwerer Körperbau mit Neigung zu Schweißen und schlaffem Gewebe) wurde Calcium carb C 30 im Plussing-Verfahren gegeben. Nach einigen Stunden fühlte er sich insgesamt besser, am Abend waren die Bauch­schmerzen weg, die Temperatur ging zurück auf 37, und die Nacht war viel besser als die ganze Woche vorher. Am nächsten Morgen fühlte er sich wieder frisch, kein Durchfall, keine Kälte, keine Schweiße mehr. Die Krankschreibung für diese Woche nahm er nur noch einen Tag in Anspruch, weil er sich wieder gesund fühlte.

Ferner haben wir drei weitere Patienten mit Calcium carb C 30 mit gleichem raschem Erfolg behandelt. Sie hatten alle starkes Kältegefühl, fühlten sich richtig krank mit Fieber und Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit und Erbrechen. Ein Patient sagte, er habe noch nie so gefroren in seinem Leben. Nach Calc carb C 30 im Plussing-Verfahren war das Krankheitsgefühl nach ½ Tag viel besser, das Erbrechen und die Durchfälle hörten am gleichen Tag auf und alle drei fühlten sich am nächsten Tag wieder gesund und gingen zur Arbeit bzw. zur Schule.

 
Plussing Verfahren:

Diese Einnahmemethode stammt von dem indischen Arzt Dr. A.U. Ramakrishnan. Sie wurde von ihm ursprünglich bei Krebspatienten eingesetzt, hat sich bei uns jedoch auch bei einfachen akuten Infekten bewährt. Man löst dabei einige Globuli (die Menge spielt eine untergeordnete Rolle, 5-10) in einer Halbliterflasche Wasser auf und schüttelt diese 20 Mal kräftig durch. Dann trinkt man die Flasche über den ersten Tag verteilt in kleinen Portionen leer. Abends lässt man ungefähr einen Zentimeter Bodenflüssigkeit drin und füllt am nächsten Morgen mit frischem Wasser auf (nicht ganz voll machen, etwas Luft drin lassen). Diese Verdünnung schüttelt man erneut 20 Mal kräftig durch und trinkt sie wieder über den Tag verteilt leer. Am nächsten Tag wiederholt man die gleiche Prozedur. Wenn nötig, kann man mit einer frischen Gabe Globuli am 4. Tag nochmals wiederholen.

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Foto: Shutterstock_550656967, Copyright: stockfour

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In den letzten Wochen um die Jahreswende gab es nur sporadische Atemwegsinfekte, meist mit Heiserkeit und trockenem Husten, doch es fand sich kein Mittel, was epidemischen Charakter gehabt hätte.

Erst seit der 3. Januarwoche waren einige einheitliche Infektbilder in der Praxis zu sehen, die auch auf ein einziges Mittel anzusprechen scheinen: Calcium carbonicum. Es handelt sich um klinische Bilder mit ungewöhnlichem Kältegefühl („ich habe noch nie so gefroren in meinem Leben“), Fieber um die 39 Grad, starkes Krankheitsgefühl, Kälte wechselnd mit Hitze und Schweißausbrüchen mit Magen-Darm Symptomen, Erbrechen und Durchfall. Respiratorische Symptome (Heiserkeit, Halsweh) können ebenfalls vorhanden sein.

Der erste Hinweis auf das Mittel kam Ende letzter Woche, vor 6 Tagen. Markus Kuntosch behandelte in unserer Kanderner Praxis einen Akutpatienten mit Calcium carbonicum. Das Mittel wirkte so überzeugend schnell, rasch und rundum, dass wir das Mittel seit Beginn der Woche bei allen Patienten mit ähnlichen Symptomen gaben, alle vier mit dem gleichen klaren und schnellen Ergebnis. Daher geben wir diese frühe Information jetzt schon heraus, allerdings noch mit Vorbehalt wegen der frühen Beobachtungsphase. 

Der erste hinweisende Fall:

Ein 25-jähriger Patient ist seit 4 Tagen krank mit Schüttelfrost, Nachtschweiß, Fieber um 39,5 Grad, Heiserkeit, Glieder- und  Halsschmerzen. Er will am liebsten nur liegen und seine Ruhe haben. Jegliche körperliche Anstrengung verschlechtert seinen Zustand. Selbst Zeitunglesen strenge ihn zu sehr an. Er sei einfach nur platt. Eine Polaritätsanalyse (Bönninghausen-Methode nach Heiner Frei) der nachfolgenden Symptome ergibt Calcium carbonicum an erster Stelle mit sehr deutlich führender Polaritätsdifferenz von 20 Punkten. Calcium carbonicum C 200 aufgelöst in Wasser und verkleppert alle 2 Stunden ein Teelöffel bringt schnelle Besserung. Schon am nächsten Vormittag ist er fieberfrei, die Nase sezerniert viel klares Sekret, die Glieder- und Halsschmerzen lassen deutlich nach und er fühlt sich fitter.

Weitere bestätigende Fälle:

Ein kräftiger, etwas übergewichtiger Mann Ende 50 friert seit einigen Tagen ganz massiv, er hat selten so gefroren. Die Kälte wechselt ab mit Hitze und Schweißausbrüchen. Die Nase läuft, er hat Husten und nicht-eitrigen Auswurf. Seit gestern hat er Bauchschmerzen und auch 2x Durchfall gehabt. In der Rubrik „Fieber abwechselnd mit Kältegefühl“ ist Calcium carbonicum 3-wertig vertreten. Wegen des erstgenannten Falles und seiner konstitutionellen Ähnlichkeit mit Calc (kräftiger, schwerer Körperbau mit Neigung zu Schweißen und schlaffem Gewebe) wurde Calcium carb C 30 im Plussing-Verfahren gegeben. Nach einigen Stunden fühlte er sich insgesamt besser, am Abend waren die Bauch­schmerzen weg, die Temperatur ging zurück auf 37, und die Nacht war viel besser als die ganze Woche vorher. Am nächsten Morgen fühlte er sich wieder frisch, kein Durchfall, keine Kälte, keine Schweiße mehr. Die Krankschreibung für diese Woche nahm er nur noch einen Tag in Anspruch, weil er sich wieder gesund fühlte.

Ferner haben wir drei weitere Patienten mit Calcium carb C 30 mit gleichem raschem Erfolg behandelt. Sie hatten alle starkes Kältegefühl, fühlten sich richtig krank mit Fieber und Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit und Erbrechen. Ein Patient sagte, er habe noch nie so gefroren in seinem Leben. Nach Calc carb C 30 im Plussing-Verfahren war das Krankheitsgefühl nach ½ Tag viel besser, das Erbrechen und die Durchfälle hörten am gleichen Tag auf und alle drei fühlten sich am nächsten Tag wieder gesund und gingen zur Arbeit bzw. zur Schule.

 
Plussing Verfahren:

Diese Einnahmemethode stammt von dem indischen Arzt Dr. A.U. Ramakrishnan. Sie wurde von ihm ursprünglich bei Krebspatienten eingesetzt, hat sich bei uns jedoch auch bei einfachen akuten Infekten bewährt. Man löst dabei einige Globuli (die Menge spielt eine untergeordnete Rolle, 5-10) in einer Halbliterflasche Wasser auf und schüttelt diese 20 Mal kräftig durch. Dann trinkt man die Flasche über den ersten Tag verteilt in kleinen Portionen leer. Abends lässt man ungefähr einen Zentimeter Bodenflüssigkeit drin und füllt am nächsten Morgen mit frischem Wasser auf (nicht ganz voll machen, etwas Luft drin lassen). Diese Verdünnung schüttelt man erneut 20 Mal kräftig durch und trinkt sie wieder über den Tag verteilt leer. Am nächsten Tag wiederholt man die gleiche Prozedur. Wenn nötig, kann man mit einer frischen Gabe Globuli am 4. Tag nochmals wiederholen.

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Foto: Shutterstock_550656967, Copyright: stockfour




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