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Jemma, Spaniel-Weibchen mit
Autoimmuner Hämolytischer Anämie

 
von Henri Stephenson
 
 

Jemma, ein acht Jahre altes Spanielweibchen, wurde zuerst im März 2009 mit einer schweren Hepatitis, Anämie, gelbem Urin und Anorexie in die Sprechstunde gebracht.

Seit 3 Tagen verlor sie ständig an Gewicht. Die Besitzerin meinten, sie sei von einer Schlange gebissen worden, während sie 2 Tage verreist war und Jemma in der Obhut ihrer Familie blieb. Blutuntersuchungen zeigten eine autoimmune hämolytische Anämie (AIHA) und eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).

 

Jemma ist ein Hund, der übermäßig laut und viel bellt und sehr schreckhaft ist, sie bellt Kinder aus dem Auto heraus an und verteidigt das Grundstück, wenn der Briefträger kommt.  Sie greift plötzlich an und ist sehr eifersüchtig. Sie versucht sogar, ihre Besitzerin zu beißen, wenn sie ihr etwas wegnehmen will oder in die Nähe ihres Fressnapfs kommt, sie beißt andere Hunde, z.B. wenn es an der Tür einen Engpass gibt, und jeder Tierarzt, der sich zaghaft verhält, wird von ihr gebissen, und zwar richtig fest – es fließt Blut.

Trotz ihres sonstigen territorialen Verhaltens liebt es Jemma, gestreichelt zu werden und wirkt  in unserer Praxis eher scheu. Sie liebt den Regen und nimmt ihr Futter mit nach draußen, um im Regen zu fressen. Sie legt sich nie in die Sonne. Sie hasst Vögel und jagt im Garten nach ihnen.

 

Verordnung:
Crotalus horridus C 30 als Einzelgabe, eine Bluttransfusion und Vitamin-Injektionen. Sie erholte sich  langsamer, als ich erwartet hatte. Nach 3 Tagen wechselte ich das Mittel. Sie erhielt nun Ferrum phosphoricum C 30, anschließend Phosphor C 200.
 

Follow-ups:
Ihr Zustand besserte sich langsam über einen Zeitraum von 10 Tagen und sie begann wieder zu essen und zu trinken.
Zwei Wochen nach der ersten Bluttransfusion, kehrten jedoch alle Symptome zurück, die Leber fühlte sich vergrößert an, war sie fiebrig (39,2) und keuchte. Ihr Kopf fühlte sich heiß an und sie wollte nicht fressen. Eine Ultraschalluntersuchung zeigte eine abnorm vergrößerte Leber und wieder stellte der Facharzt die Diagnose AIHA. Sie erhielt eine weitere Bluttransfusion; ich gab erneut Crotalus Horridus C 30, eine Dosis, und begann dann mit Phosphorus LM 1 täglich.
Zwei Wochen später kehrten die gleichen Symptome wieder. Sie erhielt eine dritte Bluttransfusion und diesmal verschrieb ich Crotalus Horridus C 6, 3-mal täglich. Phosphor wurde abgesetzt. Ihr Zustand besserte sich kontinuierlich über einen Zeitraum von 5 Tagen und die Gelbsucht sowie die Anämie verschwanden. Zu diesem Zeitpunkt änderte ich die Potenz auf Crotalus Horridus C 200, jeden zweiten Tag eine Gabe. Schließlich wurde die Einnahme-Frequenz auf einmal pro Woche reduziert, dann einmal alle 2 Wochen und schließlich wurde das Mittel ganz abgesetzt.

 
Neun Monate später. Jemma ist gesund geblieben. Sie ist ein glücklicherer Hund als zuvor und hat mehr Energie.
 

Analyse:
Ich kämpfte in diesem Fall um die Entscheidung zwischen Phosphor und Crotalus horridus. Sie war so anders in meiner Sprechstunde, immer lieb und nachgiebig. Während der Behandlung war sie sehr krank, so war zunächst von unseren Mitarbeitern kein „Schlangen“-Verhalten festzustellen. Jemma lebt bei der Großmutter der Familie, die sehr krank und schwach ist, und ist ihr gegenüber sehr loyal. Meine Repetorisation war voll von Gelbsucht und Anämie, Sorge um ihre Familie, Wahnvorstellungen vom Verlassensein und schwarzem Urin. Der Hauptgrund für die Wahl von Crotalus Horridus war schließlich die Rubrik hämolytische Anämie, die nur zwei Mittel enthält: Crotalus horridus und Hirudo medicinalis. AIHA war die aktuelle Krankheit, die tiefere Ursache vielleicht die Wahnvorstellung verlassen worden zu sein.

Wenn man die homöopathische Fallgeschichte überprüft, könnte es übereilt erscheinen, zu Phosphor zu wechseln. Die langsame erste Erholung und das Panikgefühl in dieser Phase führten mich zu diesem Umgang mit der Situation. Wenn gleichzeitig eine Bluttransfusion gegeben wird, kann man leicht glauben, das Mittel hätte geholfen, obwohl es in Wirklichkeit  eine Reaktion auf die Bluttransfusion war.

Mangialavori schreibt: „Von den sozial angepassten Schlangen ist Crotalus horridus die sozialste. Sie kann Phosphor stark ähneln. Sie ist sehr sympathisch. Die Klapperschlange unterwirft sich gewöhnlich einer stärkeren Persönlichkeit. Die Familie erleben sie als unvermeidliche  Pflicht. Der Verfolgungswahn entsteht aus der Idee, sie seien verpflichtet, sich sozial zu verhalten und familiäre Kontakte zu pflegen.“

 

Henri Stephenson hat eine kleine Tierarztpraxis an der Sonnenküste von Australien.

 
Kategorie: Fälle
Stichwörter: Autoimmunhämolyse, Hepatitis, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Crotalus horridus
Mittel: Crotalus horridus, Phosphorus
 


©Jens Bredehorn/PIXELIO

 




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