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Beryllium nitricum bei sozialer Phobie

von Carlos Lima Melo
 

Fallbeispiel (Auszug): Dies ist der bemerkenswerte Fall eines jungen Mannes mit einer schweren sozialen Phobie, die mit einem bisher relativ unbekannten Mittel mit gutem Ergebnis behandelt wurde. Man kann die Themen von Beryllium und Nitricum auftauchen sehen, ähnlich wie den jungen Mann selbst, der aus einem verängstigten, zurückgezogenen und vereinsamten Dasein in ein freudiges, glückliches Leben eintritt.

Es handelt sich um einen 21-jährigen männlichen Studenten, der aufgrund von Depressionen, die er als soziale Phobie beschreibt, zur Behandlung kommt. Er ist bereits von einem Psychiater als schizophren diagnostiziert worden, was er diesem sehr übel nimmt. Er lebt mehr in einer virtuellen Welt als in der Welt der lebenden Menschen, mit denen er nicht kommunizieren kann. Er ist dünn, von mittlerer Größe und leidet unter schwerer Akne im Gesicht, die erfolglos mit Antibiotika behandelt wurde. „Die Akne zerstört meine Selbstachtung.“

 

Das zentrale Thema von Beryllium nitricum kann wie folgt zusammengefasst werden: „Es ist schwer für mich, mit meinem Leben zurecht zu kommen, deshalb verzeihe ich es keinem, diesen Prozess zu stören.“

“Meine größte Beschwerde ist, dass ich nicht in der Lage bin, soziale Beziehungen aufzubauen. Ich schäme mich dafür, dass ich kein soziales Leben habe; ich habe eine soziale Phobie. Ich bin verzweifelt, stecke in mir selber fest, bin verschlossen. Das Leben macht mir keine Freude. Ich habe kein Vertrauen und mache mir dauernd Sorgen, was andere Leute von mir denken. Ich werde nicht erwachsen und nehme nicht am Leben teil. Ich bin zu Hause eingesperrt, gebrochen und verunsichert und es ist ein Problem für mich, das Haus zu verlassen. Zu Hause fühle ich mich einigermaßen wohl, aber sobald ich ausgehe, fühle ich mich unbehaglich. Ich versuche mich an meine gewohnte Umwelt, in der ich immer gelebt habe, anzupassen. Das Problem spiegelt sich auch in meinen Träumen wider - ich hatte einen Alptraum von meiner Familie, in dem ich mich wie ein autistischer Junge benahm. Ich bin nicht in der Lage, meine alltäglichen Aufgaben durchzuführen. Ich kaufe Brot, als ob es das erste Mal sei.

Als Kind war ich schüchtern und in der Schule war ich introvertiert, aber auf dem Spielplatz war ich extrovertiert. Ich hatte Angst vor vielen Dingen: vor Vögeln, Dunkelheit und Alleinsein. Meine Mutter steckte mich in eine Kindertagesstätte, es war unerträglich. Ich weiß nicht, welche Fähigkeiten ich habe und fühle mich machtlos. Ich versuche mich gut zu fühlen, um etwas im Leben zu erreichen. Doch durch meine Ziellosigkeit und meine mangelnde Selbstachtung kann ich mich zu nichts aufraffen.  

Ich möchte gerne mit Menschen leben, die offen für Gespräche sind, aber Geselligkeit ist eine Folter für mich. Ich erzähle anderen nichts über mein Leben. Ich hasse es, angeschaut oder berührt zu werden, aber ich sehe alles. Am liebsten würde ich im Klassenzimmer eine dunkle Brille tragen, weil ich befürchte, die Leute könnten sehen, dass etwas falsch mit mir ist, wenn sie mir in die Augen schauen. Das fühlt sich an, wie wenn sie mich analysieren oder über mich reden würden. Ich kann es nicht ertragen, jemandem ins Gesicht zu schauen, der nichts über mich weiß.

Ich bin nur ein kleines Sandkorn, aber jemand beobachtet mich immer. Wenn man sich auf seinem Schmerz konzentriert, kann man nicht in die Gesichter schauen. Ich habe Panikattacken und Angstgefühle, wenn mich die Leute beobachten oder Sie mich über mein Leben ausfragen. Schließlich hat jeder Mensch seine eigene Lebensgeschichte und Herkunft. Einige Leute sind vom Schicksal begünstigt und andere macht es krank. Ich bekomme Ausschlag, wenn ich Körperübungen mache oder wenn ich euphorisch, nervös oder ängstlich bin. Manchmal erwache ich mitten in der Nacht mit Herzklopfen und schnappe nach Luft, als ob ich am Ertrinken wäre.

Mein Vater findet mein Verhalten absurd und tut, als sei ich ein Psychopath, der aus der  Realität fliehen will. Er sagt zu mir: „Stell dich mit deinen Füßen richtig auf den Boden!“ Ich wollte ihn beeindrucken, zum Beispiel im Fußballspielen, dem er gerne zusieht, aber er war nicht da, als ich mein erstes Tor schoss. Nie lobte er mich, er zog es vor, mich zu schlagen. Mein Bruder zerstört mein Leben. Er mischt sich in mein Leben ein, ruiniert meine Freundschaften und schafft eine infernalische Atmosphäre. Niemand hat je meine Privatsphäre respektiert. Ich nehme es meinem Vater übel, dass er mich nicht richtig erzogen hat, und ich habe eine Wut auf meinen Bruder wegen seiner ständigen bösen Bemerkungen. Ich bin traurig, weil meine Mutter ein Opfer ist, sie versteht es überhaupt nicht, mir zu helfen, sie erstickt mich.

Ich weiß, dass es falsch ist, sich in so einen Hass hinein zu steigern, wo Vergebung walten sollte. Aber es will mir nicht gelingen, die Erinnerung an meine dunkle und schmerzliche Vergangenheit zu löschen. Der Hass vergiftet meine Seele. Ich fühle einen nicht zu rechtfertigenden Hass auf meine Angehörigen und andere Menschen, die mir nahe stehen, vor allem auf meinen Vater; ich kann ihm nicht verzeihen. Am liebsten möchte ich den Psychiater, der die Fehldiagnose über mich gestellt hat, verklagen. Wenn mich jemand zutiefst verletzt, fällt es mir schwer, ihm zu verzeihen, ausgenommen, er kennt mich nicht. Ich verstehe keinen Spaß, ich nehme alles persönlich. Ich bin sehr intolerant gegenüber Widerspruch, will unbedingt meinen Willen durchsetzen und überfahre die anderen mit meinen Forderungen. Wegen meiner inneren Unausgeglichenheit bin ich sehr egoistisch. Die Vergangenheit überwältigt mich immer wieder. Ich muss aufhören, mich so neurotisch zu verhalten oder ich werde verrückt.

Ich schäme mich, meine Gefühle zu zeigen, weil die Leute dann denken, ich sei homosexuell. Ich hasse es, wenn die Leute Romantik mit Homosexualität verwechseln. Ich mag Hunde, ich spiele mit ihnen, wenn ich mich nicht wohl fühle in meinem Leben. Sie sind treu, sie verletzen einem nicht. Ich fühle mich sehr von blonden Mädchen angezogen und ich habe eine starke Libido, aber meine Angst hindert mich daran, Kontakte zu knüpfen. Ich lebe im Cyberspace, schaue mir Videos und Fotos an und masturbiere. Ich tröste mich mit Kaffee, streichele mein Haar und massiere meinen Kopf mit den Fingern. Früher habe ich ein Handtuch auf mein Haar gelegt, um meinen Kopf zu kühlen. Ich trage mein Hemd immer falsch herum, mit der Innenseite nach außen. Vielleicht hilft das meinem Körper, in einen schwingenden Groove-Rhythmus zu kommen.”

Verschiedene Mittel wurden gegeben, beginnend mit Hydrastis canadensis, dann Stramonium. Aufgrund der rachsüchtigen Haltung dachte ich an ein nitricum: erstens, Calcium nitricum, dann Barium nitricum, Cobaltum nitricum und schließlich Beryllium nitricum C 200. Es wurde deutlich, dass einige Symptome zu den nitricums gehörten, wie wir sie von Acidum nitricum (Salpetersäure) und Nitrogenium (Stickstoff) kennen, und andere zu Beryllium mit seiner Abneigung gegen das Leben.

Sowohl Beryllium als auch Nitrogenium gehören zur zweiten Serie des Periodensystems, in der man nach Jan Scholten seinen Weg in die physische Welt findet. Beryllium, das Element Nummer vier, repräsentiert eine kindliche Stufe, auf der man aus seiner sicheren Umgebung herausspäht und lernt, sich der äußeren Welt anzupassen. Stickstoff, das Element Nummer sieben, ist schon ein Stück weiter und ist dabei zu lernen, wie man - vor allem auf der physischen Ebene - Vergnügen und Genuss findet und kann sehr nachtragend sein, wenn dies in irgendeiner Weise behindert wird. Ich zögerte zunächst ein wenig, ihm Beryllium zu geben, da noch keine Arzneimittelprüfung vorlag und es keine verlässlichen Informationen gab, dennoch war dies das Mittel, das ihm zum großen Durchbruch verhalf.

 „Ich erwachte mit einem Gefühl von Erleichterung; auch meine Libido hatte sich verbessert. Gewisse Ressentiments meinem Vater, der mich nicht richtig erzogen hat, und gegenüber meinem Bruder mit seinen bösartigen Bemerkungen bleiben bestehen, aber es ist nichts, was unsere Beziehung ernsthaft stört. Ich fühle mich jeden Tag besser. Allmählich kehrt meine frühere Autonomie zurück. Ich bin weniger ängstlich und besonders am Morgen, wenn ich laufe, habe ich viel Energie. Ich verlasse jetzt das Haus in einer positiven, entspannten Stimmung. Es treten nur noch dann juckende Hautausschläge auf, wenn ich mich sportlich betätige oder wenn ich starken Emotionen wie Angst, Ärger, Überraschung oder Unzufriedenheit ausgesetzt bin.“

 

Einen Monat später:
“Ich bin ruhiger, weniger ängstlich, und habe einen besseren Umgang mit meiner Familie. Dieses Arzneimittel hat wirklich eine günstige Wirkung, anders als alle anderen, die ich je genommen habe. Ich bin nicht mehr im Haus eingesperrt, ich laufe jetzt täglich und fahre Rad. Ich bin vollständig genesen und dankbar, dass sich diese Tür in meinem Leben geöffnet hat. Vorher war ich ausgelaugt und erschöpft, meine Grenzen waren erreicht.”

 

Zwei Monate später, nach einer weiteren Gabe Beryllium nitricum C 200:
“Ich erwachte in einer beneidenswert guten Verfassung! Früher habe ich meinen ganzen Frust an die Hausangestellten weiter gegeben. Jetzt fühle ich mich leichter, weniger ängstlich und weniger angespannt. Ich muss meine Spiritualität entwickeln. Ich möchte auch meine kognitiven Fähigkeiten verbessern, Sport studieren, besonders Fußball oder Orthopädie. Ich habe mich weit von der Cyber-Welt entfernt. Ich möchte meine schwierige Vergangenheit vergessen und lieber an eine viel versprechende Zukunft denken. Ich bemerke auch eine erfreuliche  Entwicklung auf der physischen Seite. Die somatischen Symptome machen mir keine Angst mehr, Kälteschauer und Herzklopfen beim Verlassen des Hauses sind verschwunden. Ich bin immer noch emotional etwas unausgeglichen und das lähmt mich ein wenig, trotz all meiner Bemühungen. Ich möchte Kontakte knüpfen. Ich fühle wieder Vertrauen, ohne Neurosen und Paranoia, und kann mich stärker auf die Ziele konzentrieren, die ich erreichen möchte. Ich fühle mich nur ein wenig unbehaglich, wenn ich in einer neuen Situation bin, aber dies ist wohl normal für jemanden, der so viel Zeit ohne echtes gesellschaftliches Leben verbracht hat. Ich habe wieder einen athletischen Körper. Die Ausschläge sind verschwunden.“

 

Drei Monate später, nach einer Gabe Beryllium nitricum C 1000:
“Beryllium nitricum C 1000 hat sofort meine Seele erreicht. Ich habe immer noch einige Rückfälle, aber ich bin klüger geworden und fühle mich sicherer. Wenn ich mich daneben benehme, bin ich nicht mehr so rebellisch, sondern stelle mich dem mit einer gewissen Ruhe und guter Laune. Die Beziehung zu meinem Vater hat sich im Lauf der Zeit verbessert.“

 

Fünf Monate später:
“Jetzt erst verstehe ich, dass meine bösen Bemerkungen der eindeutige Beweis für meine emotionale Unausgeglichenheit waren, daher verursachten sie Neid und Groll. Ich befreie mich aus dem Spinnennetz, das mein Geist um mich herum gesponnen hatte, und ich erlebe  die Wirkungen in meinem Umfeld. Zwei Freunde aus meiner Kindheit haben mich besucht: früher wäre ich rebellisch in meinem Zimmer eingesperrt geblieben, aber heute war ich bei ihnen, obwohl es mir etwas eigenartig vorkam. Ich sehe, dass dieses Medikament der Ausweg für mich ist. Durch meine Isolation war ich in kindlichen Gefühlen gefangen, aber jetzt muss ich mit meinem Leben klar kommen und die Dinge sich natürlich entwickeln lassen. Ich werde neue Räume erobern, studieren, meine Karriere fortsetzen und mein Leben strukturieren. Mein körperlicher Zustand ist hervorragend, mein Körper ist muskulös und ich bin fit fürs Fußballspielen. Die Beziehung zu meinem Bruder hat sich verbessert und ich kann ihm nun seine leichtfertigen Urteile und Kommentare verzeihen. Die Homöopathie hat mir Hoffnung gegeben. Manchmal verhalte ich mich wie ein Kind, springe, schreie und tanze - und das ist bei mir ein gutes Zeichen!“

 

Sieben Monate später:
“Beryllium nitricum hat mich zur Selbst-Reflexion gebracht und meine Lebenspläne wieder reaktiviert. Manchmal spüre ich einen kontinuierlicher Fluss von positiven Emotionen, Optimismus und Glauben an das Leben. Sobald ich ein Kügelchen dieses Mittels einnehme, fühle ich eine deutliche Veränderung in meiner Stimmung, die die Erinnerungen an meine wunderschöne Kindheit wach ruft (!)

Ich stelle fest, dass ich auch großzügig sein kann, das erinnert mich an die guten Momente des Lebens. Ich kann wieder lächeln, ich sehe nicht mehr so traurig aus wie zuvor. Ich laufe voll Erstaunen durch die bekannten Straßen meiner Umgebung, als müsste ich mich an die Umwelt, in der ich immer gelebt habe, wieder neu gewöhnen. Ich scherze wieder mit meiner Familie und ich bin viel offener mit ihnen. Ich kann Streit mit meinem Vater oder mit meinem Bruder haben, und mich nur ein paar Minuten lang ärgern, ohne Ressentiments. Es hat ein Prozess der Harmonisierung mit meiner Familie begonnen, da mir jetzt bewusst geworden ist, dass meine Eltern und mein Bruder meine besten Freunde sind. Ich hoffe, bald in meinem sozialen Umfeld ganz normal leben zu können. Ich träume auch auf andere Art von Frauen, - ich fühle in mir die Möglichkeit, ein authentisches, beständiges emotionales Leben aufzubauen. Ich kann den Menschen jetzt problemlos in die Augen schauen.”

 

Acht Monate später:
“Ich habe meinen Stolz abgelegt und ich will Frieden mit meinen Eltern schließen. Ich habe noch etwas Akne, aber sie heilt jetzt schneller ab und stört mich nicht mehr. Ich glaube, dass ich jetzt ein Mädchen, das ich platonisch liebte, loslassen und mich einer anderen zuwenden kann. Ich habe keine Angst mehr, das Haus zu verlassen und mich unter Menschen zu begeben. - Es scheint mir, dass ich mir weit weg von allem anderen ein eigenes Universum geschaffen hatte. Ich bin nun überzeugt, dass ich meine Ideen in die Praxis umsetzen kann. Manchmal komme ich in einen positiven Flow hinein; dann werde ich sehr lebendig und tanze ausgelassen vor dem Spiegel. Das ist mein wahres Ich, und ich bin sicher, dass ich das der positiven Wirkung von Beryllium nitricum verdanke.“

 
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Dr. Carlos Lima Melo lebt und arbeitet in Goiania, in der Nähe von Brasilia. Er lehrte 1974 am brasilianischen Hahnemann-Institut in Rio de Janeiro.

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Kategorie: Fälle
Stichwörter: soziale Phobie, Rachsucht, Angst
Mittel: Beryllium nitricum  

 




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