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Das Festhalten und Loslassen: ein Fall von Autismus

 

von Julek Meissner

 

Dies ist der Fall von Johnny (1), einem dreijährigen Jungen, bei dem vor kurzem Asperger-Syndrom diagnostiziert wurde. Er war mein Patient, seit er zwei Monate alt war, aber ich habe ihn nur einmal persönlich gesehen, weil er weit weg von meiner Praxis wohnt. Daher wurden alle Beratungen mit seiner Mutter telefonisch durchgeführt.


Johnny kam 7 Wochen zu früh zur Welt und musste drei Wochen in der Kinderklinik verbringen, die erste davon auf der Intensivstation. Kurz nach der Entlassung aus der Klinik musste er für weitere 4 Wochen ins Krankenhaus, weil er sich eine Infektion der Atemwege zugezogen hatte. Er musste mit Morphin sediert werden, da er intubiert war und über einen Ventilator mit Lachgas versorgt wurde, damit sich seine Alveolen erweiterten und der Gasaustausch erleichtert würde. Während seiner Hustenanfälle hörte er manchmal auf zu atmen und seine Lippen wurden blau.


Aufgrund der Sedierung entwickelte er eine schwere Verstopfung; er hatte bis zu 7 Tage lang keinen Stuhlgang, außer wenn er ein Zäpfchen bekam. Sein Bäuchlein war aufgetrieben, und er schrie, auch wenn es nur zart berührt wurde. Sein blasses Gesicht färbte sich knallrot, wenn er zum Stuhlgang presste, und er krümmte sich stark. Er bekam außerdem schwere Akne, die sich im Gesicht und über den ganzen Kopf verbreitete. Die Milch seiner Mutter wurde ihm mit der Flasche gefüttert, es gab keine Probleme mit der Ernährung, und er nahm normal an Gewicht zu.


Klippe



Opium C 30 / d wirkte nicht gegen seine Verstopfung, besserte aber die Akne. Opium C 200 / d half vorübergehend, er brauchte 9 Tage lang kein Zäpfchen, doch dann kam die Verstopfung wieder und er brauchte die Zäpfchen wieder. Er war gereizt wegen der schmerzhaften Blähungen, die besser wurden, sobald er Stuhlgang hatte. Nux vomica wurde verordnet und besserte die Verstopfung, aber dann bekam er Schnupfen und einen kruppösen Husten; die häufigen Anfälle erforderten Adrenalin-Masken und Kortisongaben. Als er zu zahnen begann, wurden die Schmerzen durch Chamomilla erleichtert, was jedoch nicht gegen die rezidivierenden Erkältungen half.



Insgesamt blieb Johnny trotz all seiner Gesundheitsprobleme bei guter Laune, obwohl er sich wohler zu fühlen schien, wenn er getragen wurde. Seine Erkältungen mündeten gewöhnlich in einen kruppösen, trockenen, unproduktiven Husten. Einschlafen war auch ein Problem. Er wollte umher getragen und gewiegt werden, und weinte, sobald man ihn ablegte.



Pulsatilla, Aconitum, Silica, Calcium carbonicum, Calcium phosphoricum, Phosphor, Ipecacuanha, Coccus cacti, und Tuberkulinum brachten ihm in den nächsten paar Jahren eine gewisse Erleichterung, aber die Atemwegskrisen traten immer wieder auf, und er musste dann oft in die Notaufnahme. Rezidivierende Mittelohrentzündungen führten dazu, dass ihm Paukenröhrchen die in die Ohren gelegt werden mussten.



Mit 18 Monaten wurden sein Verhalten und seine sozialen Fähigkeiten zum Problem. Bis dahin schien seine Entwicklung normal zu verlaufen, aber dann hörte er auf zu sprechen und begann sich auffällig zu verhalten, als lebe er in einer eigenen Welt. Er spielte stundenlang mit einem Spielzeug und brach den Kontakt zu anderen Menschen - ausgenommen seine Mutter - ab. Zuneigung zeigte er nur zu ihr, und nur mit ihr konnte er Blickkontakt halten. Er weinte, wenn jemand anderes - selbst sein Vater - ihn berührte, und schob ihn zappelnd und schreiend weg.



Die größte Angst seiner Eltern bestätigte sich im Januar 2012, als bei ihm Autismus diagnostiziert wurde. Zeitgleich entwickelte sich eine neue Erkältung, die als systemische Candida-Mykose diagnostiziert wurde. Es drohte ein weiterer Besuch in der Notaufnahme.



Als ich den Fall neu analysierte, fiel mir besonders Johnnys ungewöhnliche Anhänglichkeit auf. Autismus ist in der Regel mit fehlendem körperlichem und sozialem Kontakt verbunden. Bei Johnnys gab es ein Übermaß an Kontakt, wenn auch mit nur einer Person. Dies, zusammen mit seinem Schreien, wenn er zum Schlafen abgelegt wurde, sowie seine Höhenangst halfen mir, ein Muster zu erkennen. In meiner Analyse habe ich noch seine traumatische Geburtsgeschichte, zusammen mit dem neuen Diagnose Candida berücksichtigt. Bei der Repertorisation wurden die folgenden Rubriken ausgewählt:

ALLGEMEIN - GESCHICHTE; persönliche - Geburtstrauma
ALLGEMEIN – KINDER, Beschwerden – Säuglinge, bei
GEIST UND GEMÜT - ANKLAMMERN - Kinder, an - Mutter, Kind klammert sich an die Mutter, als ob es Angst habe
ALLGEMEIN - ZYANOSE – Kindern; Geburt, durch
ALLGEMEIN - ENTWICKLUNG – verzögert
ALLGEMEIN - ERKÄLTUNG; Neigung zu -
GEIST UND GEMÜT - ANGST - Abwärtsbewegung, vor
GEIST UND GEMÜT - SPRECHEN - langsames Sprechen lernen
MUND - SOORMYKOSE


Rezept: Borax C 200 / d, 3 Tage lang



Follow-ups


Johnnys Husten besserte sich innerhalb weniger Tagen nach der Mittelgabe. In den ersten Wochen wurde er noch anhänglicher, aber mit der Zeit besserte sich auch das langsam. Seine Eltern stellten fest, dass er munterer wurde, und dass es ihm keine Angst mehr machte, auf den Tresen gesetzt zu werden, um seine Schuhe gebunden zu bekommen. Es fiel ihm leichter, in den Kindergarten zu gehen, und er konnte seine Mutter gehen lassen, ohne sich umzudrehen. Er nahm mehr Kontakt mit den Kindergärtnerinnen und mit den anderen Kindern auf.


Er ließ sich ohne großes Theater zu Bett bringen und schlief die Nacht durch. Sein Vater durfte ihn jetzt gelegentlich umarmen, und er ging sehr liebevoll mit seinem Bruder um, umarmte ihn und spielte gern mit ihm.


Im März, einen Monat nach der Mittelgabe, bekam er einen Rückfall, als seine Mutter seinen kleinen Bruder zur Welt brachte. Er schlief plötzlich nachts nicht mehr durch, kletterte aus dem Bett und schrie, wenn man ihn wieder zurück brachte, und weigerte sich einzuschlafen, wenn er nicht im elterlichen Bett schlafen durfte. Er hielt seine Mutter auch nach dem Einschlafen fest und wachte auf, wenn sie zu sich zu befreien versuchte.


Schreiendes Kind


Er erhielt Borax 1M, jedoch mit geringem Erfolg. Der Schlaf der Familie litt weiter. Er entwickelte erneut einen schweren Husten.


Mir wurde klar, dass die Lösung in der Potenzwahl liegen könnte, und verordnete Borax in LM 3, dreimal täglich. Die Ergebnisse sind bis jetzt hervorragend:
Sein Husten besserte sich innerhalb von 24 Stunden; er schlief täglich bis zu 10 Stunden und macht zusätzlich einen 2-stündigen Mittagsschlaf. Er fühlte sich zu Hause und in der Schule wohler; seine Anhänglichkeit ließ nach; seine Konzentrationsfähigkeit verbesserte sich, er spielte mit anderen Kindern und umarmte sie; er konnte mehr Blickkontakt halten und begann verstärkt zu kommunizieren, sowohl mit Gesten als auch mit Worten; sein Vater durfte ihm jetzt nahe kommen und ihn hochheben.


Die Therapie ist noch keineswegs abgeschlossen, aber die ersten Ergebnisse sehen viel versprechend aus. Es ist bemerkenswert, dass Borax hat sich auch bei anderen Mitgliedern von Johnnys Familie bewährt hat. Ich hoffe, dass er mit der Zeit sein neurologisches und spirituelles System integrieren kann und auf sanftere Art reifen kann, einer gesünderen und glücklicheren Zukunft entgegen.


Julek Meissner praktiziert in Ottawa, Kanada, Full Circle Healing.



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(1) Johnny ist nicht sein richtiger Name

Dieser Artikel wurde auf www.interhomeopathy.org veröffentlicht.

Fotos:Shutterstock.com

1. Karekare, New Zealand- patjo

2. crying baby in bed-  Twin Design


Kategorie: Fälle
Schlüsselwörter: Geburtstrauma, Asperger-Syndrom, systemische Candida, Erkältungen und kruppöser Husten, Ohren-Infektionen, sich anklammern
Mittel: Borax Veneta, Nux vomica, Opium




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